{"id":546,"date":"2013-08-26T21:54:28","date_gmt":"2013-08-26T19:54:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wangental.ch\/?post_type=portfolio&#038;p=546"},"modified":"2014-10-31T15:37:42","modified_gmt":"2014-10-31T14:37:42","slug":"die-geschichte-des-wangentals-3","status":"publish","type":"portfolio","link":"https:\/\/www.wangental.ch\/?portfolio=die-geschichte-des-wangentals-3","title":{"rendered":"Die Geschichte des Wangentals"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Schaffhauser Mappe 1993<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Im sch\u00f6nen Wangental<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fragte mich ein Fremder, welches das sch\u00f6nste Tal im Kanton Schaffhausen sei, so antwortete ich ohne Z\u00f6gern: das Wangental. Der schmale Durchgang zwischen dem Rhein und dem Klettgau &#8211; als Wang oder Wange bezeichnen die Namenforscher ebene, von Bergen umschlossene Wiesenfelder &#8211; ist so reich an historischen St\u00e4tten, an botanischen, zoologischen und geologischen Merkw\u00fcrdigkeiten wie keine andere Gegend unserer Heimat.<br \/>\nMit allen Fasern ihres Herzens hing die Dichterin Ruth Blum an diesem Tal, dem sie im Kapitel \u00abZwischen den W\u00e4ldern\u00bb ihres Erstlingswerkes \u00abBlauer Himmel, gr\u00fcne Erde\u00bb ein literarisches Denkmal setzte. Als Romantikerin und Verehrerin Eichendorffs f\u00fchlte sie sich vom Mysterium der Grenze angezogen: \u00abGegen Osten stossen die beiden W\u00e4lder, die das Ried umfrieden, im spitzen Winkel zusammen. Dort f\u00e4ngt Deutschland an. In kleinen Schildh\u00e4uschen sitzen die Z\u00f6llner und bewachen die Grenze. Auch der Waldh\u00fcgel s\u00fcdlich der Strasse ist schon badisch. Eine tiefe, wasserrauschende Schlucht schneidet ihn mitten entzwei. Ein uralter Pilgerweg f\u00fchrt dem M\u00fchlenbach entlang und \u00fcber die Anh\u00f6he zum Rafzerfeld hin\u00fcber\u00bb.<br \/>\nIn einem unver\u00f6ffentlichten Gedichtb\u00e4ndchen hat Ruth Blum ihr Lieblingstal besungen und in ihrer grenz\u00fcberschreitenden Fantasie mit geheimnisvollen Gestalten bev\u00f6lkert. Dem Osterfinger Bad, dem Himmelreich, dem Rossbergerhof, der Radegg, dem Ernstelbach, dem Seedamm widmete sie ihre Verse. Von der Ruine Radegg sah sie hinab auf die Flucht der grauen Grenzsteine im Talgrund, die ihr zum Lebenssymbol wurden:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>So wird ein grauer Stein, ein gr\u00fcner Sparren<br \/>\nBegrenzter Menschheit kl\u00e4gliches Symbol<br \/>\nDieweil gl\u00fcckselig \u00fcber Kraut und Farren<br \/>\nAm freien Himmel segelt ein Pirol.<\/i><\/p>\n<figure id=\"attachment_529\" class=\"thumbnail wp-caption alignnone\" style=\"width: 300px\"><a class=\"zoom\" href=\"https:\/\/www.wangental.ch\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/04140074.jpg\" data-pretty=\"prettylink\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-529\" src=\"https:\/\/www.wangental.ch\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/04140074.jpg\" alt=\"Ausblick von der Burgzinne der Ruine Radegg \u00fcber das hintere Wangental\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><figcaption class=\"caption wp-caption-text\">Ausblick von der Burgzinne der Ruine Radegg \u00fcber das hintere Wangental<\/figcaption><\/figure>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Die Besonderheiten<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht nur Poeten, auch strenge Wissenschafter haben dem Wangental ihr Interesse zugewendet. Die beiden botanisierenden Apotheker Johannes Schaleh (1796-1874) und August Gremli (1833 -1899) entdeckten die vielf\u00e4ltige Flora, die Rosen und die Orchideen. Dr.h.c. Georg Kummer (1885 -1954), der beste Kenner der Schaffhauser Pflanzenwelt, hat die Flora des Wangentals untersucht und auf ihre Besonderheiten aufmerksam gemacht.<br \/>\nIm Band der Schaffhauser Beitr\u00e4ge zur Vaterl\u00e4ndischen Geschichte des Jahres 1938 berichtete der Historiker Karl Schib (1898-\u00ad1984) \u00fcber die Ausgrabungen auf der Ruine Radegg und legte die sp\u00e4rlichen Erkenntnisse vor, die sich aufgrund von Archivforschungen \u00fcber Auf- und Niedergang der Ritterburg gewinnen lassen. Auch die R\u00f6mervilla auf der sonnigen Terrasse \u00fcber dem Osterfinger Bad hat er erforscht, eine ergiebige Fundst\u00e4tte mit nicht weniger als 287 Nummern im Museum zu Allerheiligen. \u00dcber das Bad selber mit seiner Quelle gibt es eine reichliche Literatur, namentlich aus der soliden Hand des Kunsthistorikers Reinhard Frauenfelder (1901-1983).<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Aus der Talgeschichte<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, das Wangental hat seine Geschichte, eine Natur -und Kulturgeschichte. Sie beginnt in der Eiszeit, als Randen, Wannenberg, Rossberg und Nappberg noch eine zusammenh\u00e4ngende Kalkplatte bildeten. In der letzten Vergletscherungsperiode, der W\u00fcrmeiszeit, endete der Rheingletscher beim heutigen Jestetten und erstreckte sich bis an den Fuss des Irchels. Ein tosender Schmelzwasserstrom s\u00e4gte sich seinen Weg durch die Kalkriegel und ergoss sich in den Klettgau. Von den umliegenden H\u00f6hen herab st\u00fcrzte das Schmelzwasser und grub die schluchtartigen Seitent\u00e4ler aus. Was anderswo Tobel oder Krachen heisst, wird hier Graben genannt: der Ettengraben und Ernstelgraben auf der rechten, der Lochgraben und der Stutzm\u00fchlegraben auf der linken Talseite.<br \/>\nBei Hochgewittern oder zur Schneeschmelze schossen gewaltige Wassermassen ins Wangental hinab und \u00fcberschwemmten den Talgrund. Die Seitenb\u00e4che bildeten Geschiebekegel, die das Wasser anstauten. Ein besonders m\u00e4chtiger Schuttf\u00e4cher breitete sich als Wasserscheide beim Ausgang des Etten- oder \u00c4ttigrabens aus, wo heute die Zollgeb\u00e4ude an der Landesgrenze stehen. Nach Osten fliesst das Wasser gegen Jestetten in den Rhein, das vordere Wangental wird westw\u00e4rts in die Wutach entw\u00e4ssert.<br \/>\nDas Wangental war Riedland. Hinter den Schwellen staute sich das Wasser an. Das topfebene, von einem schnurgeraden Abzugsgraben durchzogene Gel\u00e4nde auf Osterfinger Gemarkung nennt sich \u00ablm See\u00bb. Jenseits der Grenze liegt der \u00abW\u00fcste See\u00bb, mit seinen Schilfbest\u00e4nden, Rohrkolben, gelben Schwertlilien, schw\u00e4nzelnden Kaulquappen und gelbgeflammten Molchen ein einzigartiges Moorreservat. Zwischen Altf\u00f6hren und Plomberg dehnte sich einst weithin der Weisweiler See, der die Hochwasser des Wangentals aufnahm.<br \/>\nIn jahrhundertlanger Arbeit wurde die versumpfte Schmelzwasserrinne des Wangentals urbarisiert. Der Landgraben ist kein nat\u00fcrlicher Bachlauf, sondern ein k\u00fcnstlicher Kanal, ausgehoben im Frondienst durch die Untertanen des Klosters Rheinau, zu dessen Grundherrschaft dieses Gebiet geh\u00f6rte. Etwas besonderes sind die Wasserschutzbauten, der nahezu zwei Meter hohe Erddamm bei der Einm\u00fcndung des Ernstelgrabens und der Stollen an der Wasserscheide beim Zoll, der das Hochwasser des \u00c4ttigrabens in den W\u00fcsten See ableitete.<\/p>\n<figure id=\"attachment_532\" class=\"thumbnail wp-caption alignnone\" style=\"width: 300px\"><a class=\"zoom\" href=\"https:\/\/www.wangental.ch\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/04140097.jpg\" data-pretty=\"prettylink\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-532\" src=\"https:\/\/www.wangental.ch\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/04140097.jpg\" alt=\"\u00dcberreste des alten Tunnels zwischen \u00c4ttigraben und W\u00fcsten See\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><figcaption class=\"caption wp-caption-text\">\u00dcberreste des alten Tunnels zwischen \u00c4ttigraben und W\u00fcsten See<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_533\" class=\"thumbnail wp-caption alignnone\" style=\"width: 300px\"><a class=\"zoom\" href=\"https:\/\/www.wangental.ch\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/04140099.jpg\" data-pretty=\"prettylink\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-533\" src=\"https:\/\/www.wangental.ch\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/04140099.jpg\" alt=\"Der eingest\u00fcrzte Rohrbogen des alten Tunnels\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><figcaption class=\"caption wp-caption-text\">Der eingest\u00fcrzte Rohrbogen des alten Tunnels<\/figcaption><\/figure>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Schutz gegen Hochwasser<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer hat dieses Werk geschaffen? Im Landesarchiv zu Karlsruhe aufbewahrte Dokumente verm\u00f6gen die bisher ungekl\u00e4rte Frage zu beantworten.<br \/>\nAm 31.0ktober 1552 fand in Griessen ein Gerichtstag statt. Den Kl\u00e4gern, Vertretern der Gemeinde Griessen und Geisslingen, standen die Weisweiler als Angeklagte gegen\u00fcber. Die Kl\u00e4ger brachten vor, dass das weite Sumpfgebiet des Weisweiler Sees seit Menschengedenken ohne Abfluss gewesen sei. Jetzt aber machen sich die Beklagten daran, einen Graben bis zum Schwarzbach bei Riedern am Sand auszuheben, wodurch f\u00fcr die Unterlieger die Gefahr von \u00dcberschwemmungen entsteht. Das Vorhaben ist ihnen zu verbieten.<br \/>\nDie Weisweiler schilderten ihre N\u00f6te mit dem See. Mit wachsender Einwohnerzahl ben\u00f6tigen sie neues Ackerland und k\u00f6nnten es durch die Entw\u00e4sserung des Sumpfes gewinnen. Der Urteilsspruch lautete, dass die Natur den Weisweiler See und die S\u00fcmpfe im Wangental geschaffen habe und dass an Gottes Willen nichts ge\u00e4ndert werden d\u00fcrfe.<br \/>\nMit dem Entscheid konnten sich die Weisweiler nicht abfinden. Durch Verhandlungen mit den Schaffhauser Nachbargemeinden Wilchingen und Osterfingen kamen im Jahr 1590 ungen\u00fcgende Verbauungen zustande, und es scheint, dass damals der Landgraben als Verbindung vom oberen See im hinteren Wangental bis zum Weisweiler See ausgehoben worden ist. Erst durch den Vertrag vom 9. M\u00e4rz 1698 gestatteten die unterliegenden Gemeinden Griessen, Geisslingen und Oberlauchringen das Anlegen eines Kanals in den Schwarzbach, unter der Bedingung, dass Schleusen und Ausgleichsbecken eingebaut w\u00fcrden.<br \/>\nNach wie vor standen die Wiesen und \u00c4cker im Wangental, im Haassgl\u00e4nd und in Langenwandeln, nach schweren Regenfallen wochenlang unter Wasser. Die Gemeinden Wilchingen und Osterfingen reichten Hilfs\u00adgesuche bei der Schaffhauser Obrigkeit ein, die ergebnislose Verhandlungen mit dem Kloster Rheinau und den Landgrafen im Klettgau f\u00fchrte. Den Durchbruch brachte die Konferenz vom 25. September 1792 im Osterfinger Bad, an der als Schaffhauser Abgeordneter auch der junge Ingenieur Johann Conrad Fischer, der Gr\u00fcnder der Stahlwerke im M\u00fchlental, teilnahm.<br \/>\nMan kam \u00fcberein, \u00abdas \u00dcbel an der Wurzel zu Packen\u00bb, wie es im Protokoll heisst, und im Wangental einen Damm mit Schleuse als Auffangbecken zu errichten. Je ein Vertrauensmann aus Weisweil und Osterfingen erh\u00e4lt einen Schl\u00fcssel zum Aufziehen der Schleuse, um das Wasser \u00abgem\u00e4chlich\u00bb ablaufen zu lassen. Hinten im Wangental beim \u00c4ttigraben soll eine Tunnelr\u00f6hre den Wasserstand zwischen dem oberen See und dem W\u00fcsten See regulieren.<br \/>\nDieser Planung liegen Ideen des genialen Erfinders und Metallurgen J. C. Fischer zugrunde. Sie wurden verwirklicht, doch bereiteten die \u00dcberschwemmungen im Wangental immer wieder Sorgen. Laut Verwaltungsbericht der Schaffhauser Regierung verlangte das Grossherzogtum Baden im Jahr 1855 das Einhalten des Vertrags von 1792 und die Erneuerung der Schutzanlagen. Zwar erh\u00f6hten Aufforstungen auf dem S\u00fcdranden die Schwammwirkung der W\u00e4lder, aber noch in j\u00fcngster Zeit richteten die Seitenb\u00e4che des Wangentals, in Trockenzeiten blosse Rinnsale, bei Hochwasser schwere Sch\u00e4den an.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Die Grundherrschaft des Klosters Rheinau<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den fr\u00fchesten Urkunden erscheint das Wangental als Besitz des Klosters Rheinau das in offenen Teichen Karpfen f\u00fcr die Fastenzeit zog. Versumpfte Wiesen erhielten die Osterfinger Bauern zur Pacht. Das interessanteste Dokument ist der Vertrag vom Freitag vor St. Andrea 1544. Abt Bonaventura \u00fcberl\u00e4sst den Osterfingern \u00abuff ir underthenigst pitten\u00bb 28 Jucharten und den See im Wangental als Erblehen. Sie wollen aus dem mit Gestr\u00fcpp \u00fcberwachsenen Riedland Wiesen und \u00c4cker machen und zahlen daf\u00fcr j\u00e4hrlich den bescheidenen Grundzins von ein Mutt Kernen, ein Mutt Haber, ein Huhn und zehn Eier. Ausdr\u00fccklich wird festgehalten, dass das urbarisierte Land nur in langen Kriegsl\u00e4ufen aufgegeben werden darf. Tritt dieser Fall ein, haben die Osterfinger Wald wachsen zu lassen.<br \/>\nIm Fr\u00fchjahr 1862 hob der Grosse Rat des Kantons Z\u00fcrich das Kloster Rheinau auf. Der Grundbesitz fiel an den Staat oder kam auf \u00f6ffentliche Versteigerung. Im Wangental gingen die Grundst\u00fccke in Privateigentum \u00fcber. Am 18. Dezember 1862 beantragte der Osterfinger Gemeinderat den Stimmberechtigten die Erwerbung der Abtshalde, deren Name heute noch an den Klosterbesitz erinnert. Er erhielt Vollmacht zum H\u00f6chstangebot an der Gant und nahm beim Staat eine Anleihe von 20\u2019000 Franken auf. Ein Stimmb\u00fcrger wollte sogar noch den W\u00fcsten See kaufen und durch Drainagen in den Sch\u00f6nen See verwandeln, aber das war den Osteringern denn doch ein zu riskantes Abenteuer.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Talheuet<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie haben das Wangental schrittweise erschlossen und das Riedland in Wiesen und \u00c4cker verwandelt, eine im Kanton Schaffhausen seltene Pionierleistung. Meine Grossmutter erz\u00e4hlte vom Talheuet und vom M\u00e4nnerstolz, als t\u00fcchtige M\u00e4hder zu gelten. Des Morgens um 2 Uhr war Tagwache. Zuerst genehmigten die Kraftgestalten im Bauernhaus einen Brenz, hernach zogen sie in der D\u00e4mmerung hinaus an den Seedamm. Bei Sonnenaufgang sollte bereits eine Reihe von Mahden am Boden liegen. Jauchzer ert\u00f6nten, wenn das Gestirn \u00fcber den walddunklen H\u00f6hen aufstieg. Freudiger noch als die Sonne wurde die Hausfrau begr\u00fcsst, wenn sie im linnenbedeckten Korb den Morgentrank brachte.<br \/>\nBeinahe w\u00e4re die stille Abgelegenheit des Wangentals durch die Eisenbahn gest\u00f6rt worden. Die badische Regierung in Karlsruhe plante die Linie von Basel nach Konstanz \u00fcber Jestetten. In der Gemeindeversammlung vom l0. November 1845 musste Osterfingens Gemeindepr\u00e4sident seine Mitb\u00fcrger vor Sabotage und dem Ausreissen der Markierungen im Wangental warnen, die von den badischen Geometern angebracht worden waren. Wie \u00fcberall hatten die Bauern Angst vor dem luftverpestenden Dampfross und vor dem Zerschneiden der Felder. Mit Erfolg setzte sich die Schaffhauser Regierung f\u00fcr die Linienf\u00fchrung durch den volksreichen oberen Klettgau ein, zur grossen Entt\u00e4uschung f\u00fcr die Leute des Jestetter Zipfels, die immer wieder den Bahnanschluss forderten.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Vom \u00d6lbach zur Stutzm\u00fchle<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von der Landstrasse und vom Auto aus lassen sich die Reize des Wangentals nicht erfassen. Wer seine Sch\u00f6nheiten erleben will, muss auf Seitenpfaden wandern.<br \/>\nUnweit des Zolls zweigt ein weicher Waldweg beim Geschiebesammler des \u00c4ttigrabens nach links ab. Im Gestr\u00fcpp sehen wir \u00dcberreste des eingest\u00fcrzten Tunnels, der das Hochwasser in den W\u00fcsten See lenkte. Dem Hang entlang gelangen wir auf deutschem Boden zum Naturschutzgebiet und zum weit herum gr\u00f6ssten Standort des M\u00e4rzengl\u00f6ckleins. In den ersten M\u00e4rztagen, wenn Fr\u00fchlingswinde leise durch das Wangental ziehen, bietet hier das Fluten, Neigen und Wogen von Tausenden der zarten Fr\u00fchlingsboten einen zauberhaften Anblick. Ringsum leuchtet im Wald der schneeweisse Teppich.<br \/>\nHinter dem Blumenwunder erwartet uns eine weitere Sehensw\u00fcrdigkeit. In einem halbkreisf\u00f6rmigen Couloir st\u00fcrzt der \u00d6lbach \u00fcber die unterh\u00f6hlten Felsen herab, zuerst als leichter Schleier, hernach silbrig und m\u00e4rchenhaft zwischen den Kalkriffen weiterrinnend. Der deutsche Naturschutz hat diese Wasser- und Felspartie mit Ruheb\u00e4nken und Feuerstellen zum idyllischen Rastplatz gemacht.<br \/>\nBeim Weiterwandern dem Waldrand entlang kommen wir bald zur Stelle, wo der Lochgraben aus einer d\u00e4mmerigen Waldschlucht hervortritt. Die alte M\u00fchle oben im Tobel mutet wie ein Bild von Carl Spitzweg an. F\u00fcr die Talbauern war der Lochgraben ein Sorgenbach, der die Strasse nach Rafz und die Felder immer wieder mit Steinen und Ger\u00f6ll versch\u00fcttete. Es hiess, dass die Baltersweiler den Abraum ihres Steinbruchs ins Bachbett warfen und den Ablauf verstopften. Nach geh\u00e4ssigen Konflikten mussten sie Steinschwellen und Faschinen einbauen. Der heutige Bachlauf ist durch die Korrektur 1905\/06 zurechtgebogen, so dass sich der Lochgraben heute zumeist gesittet benimmt.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Am Heidenbr\u00fcnnili<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim Heidenbr\u00fcnnili am Waldsaum unter der Abtshalde wollen wir ein wenig verweilen und lauschen, was uns der glucksende Wasserstrahl zu erz\u00e4hlen weiss. Es sind traurige Geschichten. Im Sprachgebrauch unserer Vorfahren waren die Heiden ungetaufte Zigeuner, die im Grenzwinkel des Wangentals Zuflucht suchten und hier ihre Zelte aufschlugen. Das braunh\u00e4utige Nomadenvolk war verfemt und fl\u00fcchtete bei den h\u00e4ufigen Verfolgungen auf ausw\u00e4rtiges Territorium. In den Osterfinger Akten finden sich fast j\u00e4hrliche Aufgebote zu Zigeunerjagden, wobei die Gefangenen ausgepeitscht und gebrandmarkt wurden, ein d\u00fcsteres Kapitel der Schaffhauser Sozialgeschichte.<br \/>\nAuf Wilchinger Gemarkung \u00fcbertretend, erblicken wir vor uns den Waldwinkel zwischen den Steilh\u00e4ngen der Abtshalde und Altf\u00f6hren, wo einst die R\u00e4der der Stutzm\u00fchle klapperten. Stutz oder Stotz heisst ein j\u00e4h abfallender Berghang. Es rauscht hier ein das ganze Jahr Wasser f\u00fchrende Waldbach mit starkem Gef\u00e4lle das Tobel herab, in alten Urkunden Arzenbach genannt. Wo er den Forst verl\u00e4sst, bauten die Wilchinger im Jahr 1598 eine M\u00fchle, deren wirtschaftliche Bedeutung nicht gering war, denn der kornreiche Klettgau geh\u00f6rt zu den trockensten Gebieten der Schweiz und sein Hauptgew\u00e4sser ist der Seltenbach, der selten Wasser f\u00fchrt. Im Stutz lief das Wasser mit anhaltender Leistung vom M\u00fchleweiher durch einen Kanal auf zwei oberschl\u00e4chtige Schaufelr\u00e4der, das eine zum Mahlen des Getreides, das andere f\u00fcr die Rendel zum Entpelzen des Korns. Ihr Rad lief mit so grossem Eifer und Ger\u00e4usch, dass jetzt noch ein gut ge\u00f6ltes Frauenmundwerk Rendle genannt wird.<br \/>\nDas Rad der Zeit ging schneller als das M\u00fchlenrad. Mit dem Aufkommen der mechanisierten Grossm\u00fchlen verstummten die M\u00fchlr\u00e4der am rauschenden Bach. Die Stutzm\u00fchle stand leer und wurde von den Wilchingern als Forsthaus und Holzmagazin ben\u00fctzt. Nach einem Brand wurde sie im Jahr 1971 dem Erdboden gleichgemacht.<span style=\"font-family: Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: small;\"><br \/>\nAuf dem Rastplatz f\u00fcr m\u00fcde Wanderer sind nur noch einige M\u00fchlsteine Zeugen der Vergangenheit.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_527\" class=\"thumbnail wp-caption alignnone\" style=\"width: 300px\"><a class=\"zoom\" href=\"https:\/\/www.wangental.ch\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/04140058_small.jpg\" data-pretty=\"prettylink\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-527\" src=\"https:\/\/www.wangental.ch\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/04140058_small.jpg\" alt=\"Hier am Stutz stand einst die Stutzm\u00fchle\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><figcaption class=\"caption wp-caption-text\">Hier am Stutz stand einst die Stutzm\u00fchle<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Verklungen sind auch die frommen Ges\u00e4nge der Pilger, die vom Schwarzwald her auf dem St. Pauliweg an der Stutzm\u00fchle vorbei zur Eglisauer Rheinbr\u00fccke und nach dem Wallfahrtsort Einsiedeln zogen. Auf dem Sattel der Altf\u00f6hren steht die Kapelle, das Ch\u00e4ppili, wo sie ihre Gebete verrichteten. \u00dcber der T\u00fcr ist ein Schild mit drei Totenk\u00f6pfen angebracht und unter dem Sch\u00e4del der Spruch: \u00abIhr Vorbeigeher und Schauer, sagt mir, wer ist F\u00fcrst, Bettelmann oder Bauer\u00bb. Das Bildhaus ist der heiligen Apollonia geweiht, der Zahnwehheilerin. F\u00fcr die Schaffhauser Geistlichkeit war es ein \u00c4rgernis, dass Zahnwehgeplagte aus dem Klettgau auch nach der Glaubenserneuerung Bittg\u00e4nge auf katholischen Boden machten, nach dem bauernschlauen Grundsatz: \u00abN\u00fctzt&#8217;s n\u00fc\u00fct so schadt&#8217;s n\u00fc\u00fct\u00bb.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Vom \u00c4ttigraben zum Osterfinger Bad<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abwechslungsreich ist auch die Wanderung auf der rechten Seite des Wangentals. An den Halden des Trisbergs und der Radegg wuchsen einst Reben, erstmals bezeugt durch den Randenburger Einnahmerodel um 1350. Um 1680 reichte die Gemeinde Osterfingen dem Kleinen Rat das Gesuch ein, am heissen Hang unter der Radegg Reben pflanzen zu d\u00fcrfen. Sie erhielt die Bewilligung, und noch zu Beginn dieses Jahrhunderts konnten dort verwilderte Nachk\u00f6mmlinge gefunden werden.<br \/>\nBeim Seedamm, an dessen buschums\u00e4umter Ostflanke der gez\u00e4hmte Ernstelbach fliesst, zweigt der Weg ab zur Quelle hinauf. Sie ist kein munter sprudelnder Ursprung. Aus einer Felsspalte quillt lautlos das kristallklare Wasser. Leider ist heute der Quelltopf durch Drahtz\u00e4une und Betonschalen verunstaltet. Wo blieb hier der Naturschutz?<\/p>\n<figure id=\"attachment_525\" class=\"thumbnail wp-caption alignnone\" style=\"width: 200px\"><a class=\"zoom\" href=\"https:\/\/www.wangental.ch\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/04140055.jpg\" data-pretty=\"prettylink\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-525\" src=\"https:\/\/www.wangental.ch\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/04140055.jpg\" alt=\"Die Quelle des Ernstelbachs quillt aus den Felsspalten\" width=\"200\" height=\"267\" \/><\/a><figcaption class=\"caption wp-caption-text\">Die Quelle des Ernstelbachs quillt aus den Felsspalten<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bald nach seiner Geburt beginnt das Waldkind zu h\u00fcpfen, springt von Stufe zu Stufe, von Bassin zu Bassin talw\u00e4rts, der sch\u00f6nste Waldbach im Kanton Schaffhausen. In unserer Jugendzeit standen in den k\u00fchlen Becken Forellen, schauten uns mit ihren traurigen Augen an und wollten unbedingt gefangen und gebraten sein. Die Frevel der Jugend sind verj\u00e4hrt!<\/p>\n<figure id=\"attachment_526\" class=\"thumbnail wp-caption alignnone\" style=\"width: 300px\"><a class=\"zoom\" href=\"https:\/\/www.wangental.ch\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/04140057_small.jpg\" data-pretty=\"prettylink\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-526\" src=\"https:\/\/www.wangental.ch\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/04140057_small.jpg\" alt=\"Der Ernstelbach h\u00fcpft \u00fcber seine Kalkstufen\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><figcaption class=\"caption wp-caption-text\">Der Ernstelbach h\u00fcpft \u00fcber seine Kalkstufen<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dem Hang entlang steigt der Weg zur Ruine Radegg empor, an der T\u00fc\u00fcfelschuchi vorbei, felsiger Schauplatz des Kriminalromans \u00abDas blaue Licht\u00bb von Verh\u00f6rrichter Heinrich Huber. Von der Burgzinne geht der Blick in die gr\u00fcne Tiefe des Wangentals, \u00fcber die dunklen H\u00f6henz\u00fcge des Mittellands bis zu den schemenhaften Silhouetten der Alpen am fernen Horizont, denen klare Herbst- und F\u00f6hntage scharfe Konturen geben. Die Sage l\u00e4sst das K\u00e4tterli im versch\u00fctteten Burgkeller noch immer auf ihren Erl\u00f6ser warten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_530\" class=\"thumbnail wp-caption alignnone\" style=\"width: 300px\"><a class=\"zoom\" href=\"https:\/\/www.wangental.ch\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/04140081.jpg\" data-pretty=\"prettylink\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-530\" src=\"https:\/\/www.wangental.ch\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/04140081.jpg\" alt=\"Die Burg Radegg hoch \u00fcber dem Wangental\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><figcaption class=\"caption wp-caption-text\">Die Burg Radegg hoch \u00fcber dem Wangental<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_531\" class=\"thumbnail wp-caption alignnone\" style=\"width: 300px\"><a class=\"zoom\" href=\"https:\/\/www.wangental.ch\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/04140086.jpg\" data-pretty=\"prettylink\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-531\" src=\"https:\/\/www.wangental.ch\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/04140086.jpg\" alt=\"Der Burggraben\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><figcaption class=\"caption wp-caption-text\">Der Burggraben<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vom Rossberg l\u00e4uft der Wanderweg \u00abChum und lueg\u00bb oberhalb des Rutschgebiets der Steim\u00fcri ins Tal hinab. Der humusarme S\u00fcdhang, in den Rechnungen des Forstmannes ein Defizit, ist f\u00fcr den Botaniker ein Eldorado. Weil es sich nicht lohnt, die k\u00fcmmerlichen Flaumeichen, krummw\u00fcchsigen Ahorne und wertlosen Mehl- und Vogelbeerb\u00fcsche zu bewirtschaften, blieb sich dieses Trockengebiet selber \u00fcberlassen, so dass hier Pflanzen wachsen, die andernorts l\u00e4ngst ausgerottet und verschwunden sind. So hat die Flora des Wangentals ihr Gepr\u00e4ge durch fr\u00fch eingewanderte Blumen \u00f6stlicher und s\u00fcdlicher Herkunft, vom Schwarzen Meer und Mittelmeer, erhalten.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Diptam und Sikahirsch<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit anderen Weggenossen hat der Diptam die botanische \u00abV\u00f6lkerwanderung\u00bb \u00fcberstanden. Er soll von der Insel Kreta stammen und war der Liebesg\u00f6ttin Aphrodite geweiht. An heissen Junitagen zieht sein s\u00fcsslich-bet\u00e4ubender Duft die Radegghalde entlang, und der Wanderer entdeckt die r\u00f6tlichbl\u00fchenden, durch den Steilabsturz gesch\u00fctzten Str\u00e4ucher am Wegrand. Die Bl\u00fcten enthalten so viel \u00e4therisches \u00d6l, dass sie wie knisterndes Feuerwerk brennen, h\u00e4lt man ein Streichholz daran. War der Diptam oder Gottesstrauch der heilige Busch, von dem es im zweiten Buch Moses heisst: \u00abUnd der Engel des Herrn erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Busch\u00bb?<br \/>\nBildet der Diptam die botanische Seltenheit des Wangentals, so gibt es hier auch eine zoologische Attraktion. Am 31.Dezember 1945 erlegte der Osterfinger Jagdaufseher Jakob Stoll an der Radegghalde seinen ersten Sikahirsch. Dieses aus Ostasien stammende Wildtier wurde in einem Gehege bei der K\u00fcssaburg gehalten. Vor dem Einmarsch der Franzosen im Fr\u00fchjahr 1945 \u00f6ffnete man das Gatter, so dass die Hirsche ins Freie gelangen konnten. Sie fanden in den Bohnerzgruben und Wassert\u00fcmpeln des S\u00fcdrandens g\u00fcnstige Lebensbedingungen und wurden zum Standwild.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><\/h2>\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Ein Waldreservat<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">An den steilen Sonnenh\u00e4ngen des Wangentals w\u00e4chst auf den flachgr\u00fcndigen B\u00f6den eine extreme Waldgesellschaft anspruchsloser Hungerk\u00fcnstler wie die Flaumeiche, die Traubeneiche, Ginsteg Liguster, Wacholder, Mehl-, Vogel- und Elsbeere. Solche W\u00e4lder sind in Mitteleuropa selten geworden und kommen in der Schweiz nur noch an wenigen Orten des Tessins, des Unterwallis und am Juras\u00fcdfuss oberhalb des Bielersees vor. Durch Vertrag mit der Gemeinde Osterfingen hat die Eidgen\u00f6ssische Technische Hochschule das \u00fcber f\u00fcnf Hektaren umfassende Flaumeichenreservat \u00abStaabruchhau\u00bb geschaffen, so dass die nat\u00fcrliche Entwicklung eines nahezu unber\u00fchrten Urwalds beobachtet werden kann. Es wundert uns denn auch nicht, dass das Wangental ins Bundesinventar der sch\u00fctzenswerten Landschaften und Naturdenkm\u00e4ler von nationaler Bedeutung aufgenommen worden ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vom Waldrand des Himmelriichs steigen wir durch den Rebberg zum Osterfinger Bad hinab, wo hinter einem kleinen Park m\u00e4chtiger Kastanienb\u00e4ume die Grundmauern des r\u00f6mischen Gutshofs aus dem Ackerland ragen. Weil es ja nur eine Querrinne ist, endet das Wangental fr\u00fch, aber mit einem kulinarischen H\u00f6hepunkt. Chemische Analysen haben den Glauben an die Heilkraft des Quellwassers zerst\u00f6rt, aber die Freude am Wein bleibt unverg\u00e4nglich. Auf mancher Wanderung ist der Weg besser als die Wirtschaft, und oft ist es umgekehrt. Hier sind sich beide ebenb\u00fcrtig.<\/p>\n<figure id=\"attachment_524\" class=\"thumbnail wp-caption alignnone\" style=\"width: 300px\"><a class=\"zoom\" href=\"https:\/\/www.wangental.ch\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/04140002.jpg\" data-pretty=\"prettylink\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-524\" src=\"https:\/\/www.wangental.ch\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/04140002.jpg\" alt=\"Bad Osterfingen, die alte R\u00f6merquelle am Eingang zum Wangental\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><figcaption class=\"caption wp-caption-text\">Bad Osterfingen, die alte R\u00f6merquelle am Eingang zum Wangental<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schaffhauser Mappe 1993 Im sch\u00f6nen Wangental Fragte mich ein Fremder, welches das sch\u00f6nste Tal im Kanton Schaffhausen sei, so antwortete ich ohne Z\u00f6gern: das Wangental. Der schmale Durchgang zwischen dem Rhein und dem Klettgau &#8211; als Wang oder Wange bezeichnen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.wangental.ch\/?portfolio=die-geschichte-des-wangentals-3\">Weiter<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":547,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"ngg_post_thumbnail":0},"portfolio-type":[71],"class_list":["post-546","portfolio","type-portfolio","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","portfolio-type-geschichte-und-geschichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wangental.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/portfolio\/546","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wangental.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/portfolio"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wangental.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/portfolio"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wangental.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wangental.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=546"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wangental.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/547"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wangental.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=546"}],"wp:term":[{"taxonomy":"portfolio-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wangental.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fportfolio-type&post=546"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}